Hochwasser Langenstein

OAW Florian Pötscher am 18. Juni 2013 - 1494 Zugriffe

HW 2013 Langenstein kleinDas Hochwasser 2013 ist zurückgegangen und die Aufräumarbeiten großteils abgeschlossen. Der Mobile Hochwasserschutz in Mauthausen hat sich bewährt und die Bevölkerung vor den Wassermassen geschützt. 
Anders die Situation in den Gemeinden Langenstein, Luftenberg/Donau und St.Georgen/Gusen. Dort wurden teilweise höhere Pegelstände als im Jahr 2002 verzeichnet. Mehrere Tage hindurch waren dort die Feuerwehren damit beschäftigt, Häuser mit Sandsackbarrieren zu schützen. Wo dies nicht gelang, mussten nach dem Rückgang der Flut Keller und Wohnräume ausgepumpt und ausgeräumt, Straßen gereinigt und die aufgeschlichteten Sandsäcke wieder entfernt werden.

LM Erwin Reichl von der FF Langenstein hat eine Chronologie der Ereignisse in Langenstein erstellt:

  • Beginn des Hochwassereinsatzes ab Samstag, 1. Juni nachmittags mir Kontrollfahrten
  • ab Sonntag, 2. Juni, 7.00 Uhr wurde die Einsatzzentrale besetzt - der B3 - Zubringer gesperrt und die Bevölkerung informiert
  • ab Sonntag, 2. Juni, 16.30 Uhr war Gusen-Dorf ab Heigl/Kappl nicht mehr mit dem Auto zu erreichen
  • am Montag, 3. Juni, 12.00 Uhr wurde die Lärchenstraße/Untere Gartenstraße gesperrt
  • am Montag, 3. Juni, 13.50 Uhr musste auch die Hauptstraße durch Langenstein gesperrt werden
  • am Dienstag,4. Juni, 1.25 Uhr ist die Gusensiedlung unterhalb der Mayrhausstraße stiefelhoch überflutet
  • am Dienstag, 4. Juni, 7.45 Uhr ist in Mauthausen mit 856 cm der höchste Pegelstand erreicht. In Langenstein ging der Wasserstand ab mittag langsam zurück.
  • am Mittwoch, 5. Juni, 4.20 Uhr liegt der Pegelstand bei 775 cm - das Wasser geht zurück, ein erstes Aufräumen und Auspumpen kann beginnen
  • am Mittwoch, 5. Juni 23.03 Uhr wurd die Hochwasserbereitschaft (rund um die Uhr) beendet
  • Donnerstag, 6. Juni bis Montag, 10. Juni - Pumparbeiten, Häuser ausräumen, Straßen reinigen, Entrümpeln, uvm.

Die FF Langenstein war 10 Tage mit 266 Mann insgesamt 2.507 Stunden im Einsatz. Es wurden 9.000 Sandsäcke verlegt, die insgesamt mit 203 Tonnen Sand gefüllt wurden. 
Großer Dank in diesem Zusammenhang an die vielen freiwilligen Helfer (Sandsäcke befüllen, Entrümpeln, Essensversorgung der Helfer, Geldspenden, uvm.) - dies zeigt den großen Zusammenhalt in Krisenzeiten!

Besonderen Dank aber auch an die Nachbarfeuerwehren, die der FF Langenstein tatkräftig zur Seite standen: FF Blindendorf, FF St.Georgen/Gusen, FF Ried/Riedmark, FF Winden-Windegg, FF Zirking, FF Schwertberg und FF Haid waren mit ca. 105 Mann etwa 700 Stunden im Einsatz.

Dieser Link führt direkt zum Hochwasserbericht auf der Homepage der FF Langenstein.

Aktualisiert (19. Juni 2013) - 1494 Zugriffe